Konzept
Hier stellen wir Ihnen unser pädagogisches Konzept vor.
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Basiskompetenzen
Als Basiskompetenzen werden grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten, Haltungen und Persönlichkeitsmerkmale
bezeichnet. Sie sind Vorbedingungen für den Erfolg und die Zufriedenheit in Kindergarten, Schule, Familie und Gesellschaft. Wir unterscheiden hierbei in:
- Personale Kompetenzen
- Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext
- Lernmethodische Kompetenzen
- Kompetenter Umgang mit Veränderungen und Belastungen (Resilienz)
Schutz für Kinder
Wie auch im Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (§ 3 BayKiBiG) festgeschrieben, hat für uns der Schutz der Kinder oberste Priorität! Direkt zum BayKiBiG kommen Sie hier.
Förderperspektiven
- Gestaltung von Übergängen
- Geschlechtersensible Erziehung
- Kinder mit Entwicklungsrisiken
- Kinder verschiedenen Alters
Bildungsaspekte
- Ethische und religiöse Bildung und Erziehung
- Sprachliche Bildung und Förderung
- Mathematische Bildung
- Naturwissenschaftliche und technische Bildung
- Informationstechnische Bildung, Medienbildung und -erziehung
- Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung
- Musikalische Bildung und Erziehung
- Bewegungserziehung und -förderung, Sport
- Gesundheitserziehung
Pädagogische Schwerpunkte
- Teilöffnung
- Sprachförderung der Vorschulkinder
- Zusammenarbeit mit der Frühförderstelle
- Umweltbildung und -erziehung
Gezielte Beobachtung und Dokumentation von Bildungs- und Entwicklungsprozessen
Partizipation
> Basiskompetenzen
Personale Kompetenzen
Unter dem Begriff „Personale Kompetenzen“ versteht man die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes, welche sich in die Bereiche Selbstwahrnehmung, Motivation, Geistige Fähigkeiten, Denkfähigkeit, Physische Fähigkeiten untergliedert
Unsere Ziele sind:
- ein positives Selbstwertgefühl zu entwickeln
- eigenständiges Handeln und Entscheiden
- Erfahrungen sammeln
- Regeln kennen lernen und einhalten
- Probleme selbständig lösen lernen
- alle Sinne zu nutzen und einzusetzen
- Entwicklung von Kreativität und Phantasie anzuregen und zu fördern
- Förderung von Grob- und Feinmotorik
- ein verantwortungsvolles Handeln für sich und andere auszubilden
In unserer Einrichtung erreichen wir diese Ziele durch:
- Konfrontation mit altersentsprechenden Aufgaben im gesamten Tagesablauf
- vielseitige Beobachtungsmöglichkeiten
- aktuelle Gespräche und Reflektionen (in der Gruppe und persönlich)
- Möglichkeiten zum Experimentieren
- gezielte Angebote aus den Bereichen (z. B. Sprache, Bewegung, Musik )
- Stärken des Gesundheitsbewusstseins (gesunde Ernährung, richtige Kleidung, Zahngesundheit „Goldi-Aktion“) und durch das Einhalten von Hygienemaßnahmen (Händewaschen nach Toilettengang und Gartenaufenthalt)
- Aktiv sein für die Gruppe (Einkaufen, Ämter)
Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext
Unter sozialen Kompetenzen versteht man das Sozialverhalten in einer Gemeinschaft und die Entwicklung von Wertvorstellungen in einer solchen.
Unsere Ziele sind:
- gute Beziehungen der Kinder untereinander und Erwachsenen gegenüber auszubilden (Partnerschaft)
- Kommunikation, Kooperation und Konfliktlösung mit allen Partnern durchzuführen
- Kennenlernen und akzeptieren von Regeln, Gebräuchen und Werten
Wir erreichen diese Ziele durch:
- persönliche Wertschätzung (Begrüßung, individuelle Gespräche und Hilfestellung)
- vielseitige Gespräche (Morgenkreis, Kinderkonferenz)
- gemeinsame Konfliktlösungen mit Hilfe der Streitregeln
- Gemeinschaftsarbeiten (Freispielzeit, Natur- und Umwelttag, u. v. m.)
- Schaffungen vielseitiger Erfahrungsmöglichkeiten (teiloffene Arbeit)
- gemeinsame Gestaltung von Festen und Feiern
Lernmethodische Kompetenz ist die Grundlage für einen bewussten Wissens- und Kompetenzerwerb und der Grundstein für schulisches und lebenslanges, selbstgesteuertes Lernen.
Unser Ziel ist die Ausbildung der Fähigkeit und Fertigkeit:
- neues Wissen bewusst, selbst gesteuert und reflektiert zu erwerben
- erworbenes Wissen anzuwenden und zu übertragen
- die eigenen Lernprozesse wahrzunehmen, zu steuern und zu regulieren (z. B. eigenen Fehler selbst entdecken und eigenständig korrigieren)
Wir erreichen unsere Ziele durch Förderung der lernmethodischen Kompetenz in allen Bildungsbereichen.
Kompetenter Umgang mit Veränderungen und Belastungen (Resilienz)
Resilienz ist die Grundlage für positive Entwicklung, Gesundheit, Wohlbefinden und hohe Lebensqualität. Sie ist der Grundstein für einen kompetenten Umgang mit individuellen familiären und gesellschaftlichen Veränderungen und Belastungen. Resilienz schließt der Erwerb und Erhalt altersangemessener Kompetenzen zur Lebensbewältigung ein. Sie zeigt sich erst dann, wenn schwierige Lebensumstände vorliegen und es dem Kind gelingt, diese zu meistern.
Unsere Ziele sind:
- der kompetente Umgang mit Anforderungen, Veränderungen und Belastungen
- gute emotionale Bindungen
- ein gutes Vertrauensverhältnis zu allen Bezugspersonen
- die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen stärken
In unserer Einrichtung möchten wir diese Ziele erreichen durch:
- Mitwirkung der Kinder am Gruppengeschehen, gemeinsame Angebote
- Heranführen der Kinder an eine gesunde Lebensweise (durch z. B. Bewegung und Sport) und kompetente Mediennutzung
- Heranführen der Kinder an effektive Bewältigungsstrategien (Unterstützung bei schwierigen Situationen geben)
- Einsatz von Märchen und Geschichten (Moralische Funktion, Aufzeigen von Problemlösungen)
- Offener Austausch mit Eltern
- Unterstützung bei Erziehungsfragen
Sollten in unserer Einrichtung Anhaltspunkte für die konkrete Gefährdung des Wohls eines Kindes bekannt werden, haben die pädagogischen Fachkräfte darauf hinzuwirken, dass die betreffenden Eltern geeignete Hilfen in Anspruch nehmen.
Erforderlichenfalls sind wir verpflichtet, nach Information der Eltern den Träger der öffentlichen Jugendhilfe hinzuziehen.
Bei Anzeichen eines erhöhten Entwicklungsrisikos stimmt das pädagogische Personal mit den Eltern des Kindes das weitere Vorgehen ab und zieht erforderlichenfalls, mit Zustimmung der Eltern, entsprechende Fachdienste und andere Stellen hinzu.
> Förderperspektiven
Gestaltung von Übergängen (Transitionen)
Übergang in den Kindergarten
Häufig ist es das erste Mal, dass sich das Kind von seiner Familie jeden Tag für einige Stunden löst und eigene Wege in einer neuen Umgebung geht. Eine feste Bindung zu einer Erzieherin bietet dem Kind eine sichere Basis, von wo aus es beginnt, seine neue Umgebung zu erforschen und Beziehungen zu anderen Kindern und Erwachsenen in der Einrichtung zu knüpfen. Eine sichere Bindungsbeziehung fördert somit die Spielbeziehungen und führt zu erfolgreichen sozialen Interaktionen.
Das Kind sowie seine Eltern erfahren, dass Übergänge eine Herausforderung sein können und keine Belastung sein müssen. Durch deren erfolgreiche Bewältigung erwirbt das Kind Kompetenzen im Umgang mit immer neuen Situationen im Leben und ist in der Lage, Angebote des Kindergartens bestmöglich zu nutzen.
In unserem Kindergarten möchten wir den Kindern und den Eltern den Übergang in den Kindergarten so leicht wie möglich gestalten. Durch folgende Maßnahmen erleichtern wir den Übergang:
- Einführungselternabend
- Schnuppernachmittag für die neuen Kinder
- Überreichung des Gruppensymboles zum Anmalen- und des Garderobensymboles am Schnuppernachmittag
- “Patenkinder”: die “alten” Kinder kümmern sich um die “neuen” Kinder
- ein Begrüßungsfest, damit sich die alten und die neuen Eltern und Kinder kennen lernen.
- Tag der offenen Tür
Übergang in die Grundschule:
Kinder sind in der Regel hoch motiviert, sich auf den neuen Lebensraum Schule einzulassen. Dennoch ist der Schuleintritt ein Übergang in ihrem Leben, der mit Unsicherheit einhergeht. Wenn Kinder auf vielfältige Erfahrungen und Kompetenzen aus ihrer Zeit in einer Tageseinrichtung zurückgreifen können, sind die Chancen hoch, dass sie dem neuen Lebensabschnitt mit Stolz, Zuversicht und Gelassenheit entgegensehen.
Das Kind erwirbt Kompetenzen, um zusammen mit den Eltern und den anderen Beteiligten die neuen und herausfordernden Aufgaben, die mit dem Wechsel in die Schule verbunden sind, zu bewältigen.
Unser Kindergarten versucht den Kindern den Übergang in die Schule zu erleichtern mit folgenden Projekten:
- Besuch der Schule in den Ferien mit Kennen lernen des Schulgebäudes und der Räumlichkeiten
- Besuche der Lehrer mit Grundschülern zu einem Vorlesevormittag
- Besuch der Vorschulkinder in der Schule mit Mitwirkung in einer Schulstunde und Pausenaufenthalt
- Hospitation der Erzieherinnen in der 1. Klasse, um “alte” Kinder zu besuchen
- Projekte nur mit den Vorschulkindern wie z. B. Vorschulausflug und Vorschulübernachtung
- Schuleinschreibung mit Kindergartenpersonal
- Großes Abschlussfest für die Kinder
Geschlechtersensible Erziehung
Für die Entwicklung der Geschlechtsidentität sind die Jahre in einer Kindereinrichtung von besonderer Bedeutung. In diesem Rahmen setzen sich die Kinder mit ihrer geschlechtlichen Rolle als aktiver Gestalter auseinander und positionieren sich.
Unser Ziel ist es, dem Kind die Möglichkeit zu geben, seine eigene Geschlechtsidentität zu entwickeln, mit der es sich sicher und wohl fühlt.
Dies erreichen wir durch:
- Anerkennung und Wertschätzung des anderen Geschlechts (Mädchen und Jungen sind gleichwertig und gleich berechtigt)
- Freie Wahl bei pädagogischen Angeboten, Spielsituationen und Aktivitäten im Tagesablauf (Werken, Rollen- und Konstruktionsspiele, Übernahme von Ämtern)
Kinder mit Entwicklungsrisiken
In Tageseinrichtungen finden sich immer wieder Kinder, die in ihrer Entwicklung auffällig, gefährdet oder beeinträchtigt
sind. Diese Kinder haben einen erhöhten Bedarf an Unterstützung und Förderung. Unsere Aufgabe ist es, durch gezielte Beobachtung, Reflexion und Fallbesprechungen Kinder mit erhöhtem Förderbedarf zu erkennen, Kontakt mit den Eltern aufzunehmen und in Absprache mit ihnen geeignete Maßnahmen einzuleiten. Unser Ziel ist es, diese Kinder nicht in Sondereinrichtungen abzugeben, sondern möglichst in den Kindergarten zu integrieren. Unterstützung erhält der Kindergarten durch die „Kid`s Frühförderung“, die das Team berät und Fördermaßnahmen hier im Haus durchführt.
Die Arbeit mit altersgemischten Gruppen ist mit einer Reihe von Anforderungen an das pädagogische Personal verbunden, bietet jedoch besondere Möglichkeiten für die Kinder.
Hervorzuheben sind die sozialen Lernmöglichkeiten. Kinder lernen vieles leichter von Kindern als von Erwachsenen, da die Entwicklungsunterschiede nicht unüberwindbar groß erscheinen. Jüngere Kinder erhalten vielfältige Anregungen durch die Älteren sowie ältere Kinder von den Jüngeren.
Durch erfolgreiche Interaktionen mit älteren und jüngeren Kindern erwirbt das Kind vor allem ein erweitertes Spektrum sozialer Kompetenzen wie z. B. Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, angemessenes Durchsetzungsvermögen oder Konfliktfähigkeit.
> Bildungsaspekte
Ethische und religiöse Bildung und Erziehung
Kinder erfragen unvoreingenommen die Welt und stehen ihr staunend gegenüber. Sie stellen Grundfragen nach dem Anfang und Ende, nach dem Sinn und Wert ihrer selbst und nach Leben und Tod. In ihrer Konstruktion der Welt und ihrem unermesslichen Wissensdrang sind Kinder kleine Philosophen und Theologen. Die Frage nach Gott kann für sie in diesem Sinne eine zentrale Lebensfrage sein. Das Kind erhält die Möglichkeit, in der Begegnung mit lebensnahen Wertsystemen und religiösen Überlieferungen eigene Standpunkte zu finden sowie Wertschätzung und Offenheit gegenüber anderen zu entwickeln.
In unserer Einrichtung wird die religiöse Bildung und Erziehung wie folgt praktiziert:
- Tischgebete vor der Brotzeit
- Meditationen
- Projekte und Aktionen zu den kirchlichen Festen wie z. B.
- Erntedank (Besuch der Kirche, Bedeutung des Erntedankfestes, Lieder)
- St. Martin (Martinslegende nachspielen, Laternenumzug mit Pferd und Martin, Backen und dann Teilen)
- Nikolaus (Legende, Lieder, Besuch des St. Nikolaus im Kindergarten)
- Weihnachten (Weihnachtsgeschichte, Krippenspiele, Lieder)
- Aschermittwoch (Fasching verbrennen)
- Ostern ( Besuch des Kreuzweges, Ostergeschichte, Lieder)
Sprachliche Bildung und Förderung
Sprachkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation und eine wesentliche Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg sowie eine volle Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.
Sprache erwirbt ein Kind nicht nur beim Zuhören, sondern auch ganz wesentlich beim Sprechen. Sprache entwickelt sich während der gesamten Kindheit in vielfältigen Alltagssituationen.
Das Kind soll Freude am Sprechen und am Dialog mit anderen entwickeln. Es soll lernen aktiv zuzuhören, seine Gedanken und Gefühle sprachlich mitzuteilen.
Die Kinder lernen und entwickeln die Bedeutung von Gesten, Mimik oder Tonfall z.B. durch non-verbale, bzw. mit Geräuschen verbundene Spiele, durch verabredete Zeichen etc. Der tägliche Morgenkreis bietet den Kindern die Möglichkeit Erlebtes sprachlich mitzuteilen, Wissen auszutauschen und anderen zuzuhören. In der Begegnung mit Bilderbüchern, Geschichten, Märchen, Fingerspielen und Reimen entwickeln Kinder literacy bezogene Kompetenzen, die ganz wesentlich zur Sprachentwicklung gehören.
„Mathematisches Denken ist Basis für lebenslanges Lernen, sowie Grundlage für Erkenntnisse in fast jeder Wissenschaft der Technik und der Wirtschaft. Die Welt in der die Kinder aufwachsen ist voller Mathematik“. Geometrische Formen, Zahlen und Mengen lassen sich überall entdecken.
Das Kind soll lernen, mathematische Gesetzmäßigkeiten zu erfassen und die Fähigkeiten erwerben, mathematische Probleme zu lösen.
Im täglichen Kindergartenalltag kommt das Kind durch verschiedene Angebote, wie z. B. Fingerspiele, Würfelspiele, Abzählreime, „Kalenderspiel“ mit mathematischen Inhalten in Kontakt. Darüber hinaus wird das mathematische Verständnis durch gezielte Angebote wie z. B. Kaufladen, Backen und Kochen, Einkaufen gehen etc. gefördert.
Naturwissenschaftliche und technische Bildung
Die Welt, in der die Kinder heute aufwachsen, ist hoch technisiert und entwickelt sich laufend weiter. Naturwissenschaftliche Erkenntnisse werden in der Technik nutzbar gemacht und erleichtern das Leben auf vielfältige Weise. Kinder sind von Geburt an von Technik umgeben und sie zeigen ein hohes Interesse daran, wie etwas funktioniert. Naturwissenschaftliche und technische Bildung im Kindergarten trägt dazu bei, dass sich Kinder in unserer hochtechnisierten Welt besser zurecht finden.
Unser Ziel ist es, den Kindern Zugang zu naturwissenschaftlichen Themen zu bieten, ihnen Möglichkeiten zum Beobachten von Phänomenen zu geben und Gesetzmäßigkeiten von naturwissenschaftlichen Erscheinungen kennen zu lernen. Dabei wollen wir die Freude des Kindes am Erforschen und Experimentieren nutzen.
Wir bieten den Kindern vielerlei Möglichkeiten zur naturwissenschaftlichen Bildung:
- sich in Zeit und Raum zu orientieren durch die tägliche Arbeit mit dem Kalender und der Uhr
- Beobachtung von Veränderungen in der Natur ( z. B. Jahreszeiten, Wetter ) beim wöchentlichen Natur- und Umwelttag
- Experimente passend zum jeweiligen Rahmenplanthema.
Informationstechnische Bildung, Medienbildung und -erziehung
Kinder kommen von klein auf mit Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) und mit Medien in Berührung, in ihren sozialen Lebensräumen und in unterschiedlichen inhaltlichen und kommunikativen Kontexten. Sie haben zugleich ein hohes Interesse daran. Das Spektrum der Medien ist weit. Materiell wird unterschieden zwischen Druckmedien (z. B. Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren) und technischen Medien(z. B. Computer, Video, Fernsehen, Hörmedien,
Fotoapparat).
Im Verlauf seines Heranwachsens lernt das Kind, die Medien und Techniken gesellschaftlicher Kommunikation zu begreifen und zu handhaben, sie selbstbestimmt und kreativ zu gestalten, sie als Mittel kommunikativen Handelns zu nutzen und sie kritisch, in sozialer und ethischer Verantwortung zu reflektieren.
Praktische Umsetzung:
Im Kindergartenalltag lernen die Kinder den richtigen Umgang mit verschiedenen Angeboten wie z. B.
- Bilderbücher zu verschiedenen Projekten
- Themenbezogene Videos und Lichtbilder(Dias)
- Besuche in der Bücherei
- Einrichtung einer Büroecke im Flur mit “Computer und Telefon”
- Themenbezogene Hörspiel- Kassetten und CDs
- Aufnahme einer eigenen Kindergarten- CD
- Fotodokumentationen zu verschiedenen Aktionen
Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung
Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung beinhaltet die kreative und künstlerische Auseinandersetzung mit Kunst, Kultur und Umwelt. Es bedeutet mit allen Sinnen wahrzunehmen, bildnerisch zu gestalten und in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Dabei entwickelt das Kind Neugierde und Freude am eigenen schöpferischen Tun.
Unser Ziel ist die Ausbildung einer vielseitigen Kreativität und Fantasie
Dieses Ziel erreichen wir durch:
- die Bereitstellung von anregenden Materialien im Freispiel (z. B. von Bau- und Naturmaterialien, Handpuppen, Verkleidungssachen, Knete, verschiedenen Stiftarten, Farben, Bastel- und Malpapier, Haushaltsreste)
- Bastel- und Werkangebote
- eine ästhetische Raumdekoration in Bezug auf das aktuelle Rahmenthema
- spezifische Angebote zum Thema Kunst (Theater, Kunstbetrachtung)
Musikalische Bildung und Erziehung
Kinder haben Freude daran, den Geräuschen, Tönen und Klängen in ihrer Umgebung zu lauschen, diese selbst zu produzieren sowie die Klangeigenschaften von Materialien aktiv zu erforschen. Gehörte Musik setzen Kinder in der Regel spontan in Tanz und Bewegung um. Musik ist Teil ihrer Erlebniswelt. Der aktive Umgang mit Musik fordert und fördert die gesamte Persönlichkeit des Kindes.
Das Kind erfährt Musik als Quelle von Freude und Entspannung sowie als Anregung zu Kreativität in einer Reihe von Tätigkeiten, wie beispielsweise Singen, Musizieren und Musik hören, aber auch erzählen, bewegen, Tanzen und Malen. Es erlebt Musik als festen Teil seiner Erlebniswelt und als Möglichkeit, seine Gefühle auszudrücken.
In unserem Kindergarten wird gemeinsam gesungen und musiziert und die Kinder können sich musikalisch ausdrücken.
Einmal in der Woche bieten wir für unsere Kinder ab 4 Jahren eine musikalische Früherziehung an. Mit dem Konzept Spiel und Klang, die musikalische Früherziehung mit dem Murmel lernen die Kinder Musikinstrumente, Gesang, Tanz, Musiker und Noten kennen.
Weitere Angebote sind:
- Lieder singen
- Lieder mit Körperinstrumenten begleiten(klatschen, stampfen, Finger schnippen, patschen)
- Lieder mit Orff-Instrumenten begleiten
- Musik- CDs hören
- Rhythmik
- Kindertänze
- Kreissingspiele
- Klanggeschichten
- Basteln von Musikinstrumenten
- Besuch eines Kindermusicals in Rosenheim in der Weihnachtszeit
- Mandalas malen nach Musik
- Ruhekrei mit Meditationsmusik
Bewegungserziehung und -förderung, Sport
Bewegung ist die grundlegende Betätigungsform eines jeden Kindes. Durch Bewegung aktivieren Kinder alle ihre Sinne, benutzen sie um ihre Umwelt zu erforschen und zu entwickeln.
Dem pädagogischen Personal des Kindergartens Buckelbergs ist es ein Anliegen, eine gesunde Entwicklung und Wohlbefinden zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang werden kognitive Leistungen und soziales Verhalten mit entwickelt, sowie Unabhängigkeit und Selbstvertrauen gestärkt.
- Wöchentliche Turnbeschäftigung
- Täglicher Aufenthalt im Freien und Nutzung vielseitiger Bewegungsangebote
- Wechsel von Ruhe und Aktivitäten
- Tägliche Bewegungsspiele
- Gefahrenfreie Nutzung des Turnraums
Gesundheit wird definiert als Zustand von körperlichem, seelischem, geistigem und sozialem Wohlbefinden. Ein guter Gesundheitszustand ist eine wesentliche Bedingung für soziale, ökonomische und persönliche Entwicklung des Menschen und ein entscheidender Bestandteil der Lebensqualität.
Unser Ziel ist es:
- das Verständnis für Körper und Gesundheit zu stärken
- eine gewissenhafte Körperpflege und Hygiene zu entwickeln
- die Fähigkeit des Kindes für eine bewusste und gesunde Ernährung zu fördern
Dieses Ziel erreichen wir durch:
- Wissensvermittlung und Erfahrungsmöglichkeiten über den eigenen Körper (Körperbau, Bedürfnisse und Ernährungspyramide)
- die Übernahme von Verantwortung für den eigenen Körper (Vorsicht beim Klettern, Schmerz, Hunger)
- Balance zwischen Aktivitäts- und Ruhephasen (Ruherituale und Entspannungstechniken kennen lernen)
- den regelmäßigen Tagesablauf
- Themen entsprechende Angebote (Kennenlernen von Nahrungsmitteln, gemeinsame Zubereitung von Speisen)
- durch Zusammenarbeit mit Ärzten und Beratern
> Pädagogische Schwerpunkte
Im Offenen Kindergarten sind einzelne Bereiche aus den Gruppenräumen ausgelagert. Dies hat zur Folge, dass verschiedene Funktionsbereiche geschaffen werden. Die Schaffung von Funktionsbereichen beinhaltet den Vorteil, dass sich nicht 25 Kinder, die alle unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse haben, zur gleichen Zeit in einem Raum aufhalten müssen. Das Gruppengeschehen erfährt eine Entzerrung.
Die Kinder wissen, in welchen Räumen sie welches Material vorfinden und welche Aktivitäten angeboten und möglich sind.
In den einzelnen Gruppenräumen wurden verschiedene Schwerpunkte gesetzt. So bietet z. B. eine Gruppe vermehrt Konstruktionsmaterial an, während die andere Gruppe einen Werktisch im Gruppenraum hat.
Während der Teilöffnung finden die Kinder folgende Bereiche vor:
- Kindercafe
- Büroecke
- Kaufladen
- Sandspiel
- Bällebad
- Turnraum
- Außengelände
Sprachförderung der Vorschulkinder
Eine besondere Förderung der Sprachentwicklung erhalten die Vorschulkinder unserer Einrichtung.
Mehrmals in der Woche erfassen die Kinder die lautliche Gestalt der Sprache nach dem „Würzburger Modell“ in Kleingruppenarbeit. In dieser Gruppe wird mit Laut- und Sprachspielen, Reim- oder Silbenspielen die phonologische Bewusstheit gefördert.
Ein besonderes Angebot zur sprachlichen Bildung ist der Englischkurs für Vorschulkinder einmal pro Woche. Durch Fingerspiele, Lieder etc. erlernen die Kinder Grundbegriffe der englischen Sprache. Die Kinder sollen Freude an dem Umgang mit der englischen Sprache entwickeln und somit neugierig auf fremde Sprachen werden.
Zusammenarbeit mit der Frühförderstelle
Kindergarteneinrichtungen sollten mit Fachberatungen kooperieren. Durch eine intensive Zusammenarbeit mit der Frühförderstelle können wir erhöhten Förderbedarf des Kindes schneller erkennen und fördern. In unserer Einrichtung haben wir den großen Vorteil, dass die Frühförderstelle in Bad Aibling Räume unseres Kindergartens nutzt. Somit haben wir eine Logopädin und eine Ergotherapeutin zu bestimmten Zeiten im Haus. Die Kinder die spezieller Förderung bedürfen, werden während des Kindergartenbetriebs getestet und, wenn nötig, auch therapiert. Somit sparen sich die Eltern unnötige Wege.
Auch stehen die Therapeuten dem Kindergartenpersonal und den Eltern mit Gesprächen und Ratschlägen zur Seite.
Bedeutet die Umwelt wahrzunehmen, zu beobachten, kennenzulernen und zu schützen. Das Kind erfährt die Umwelt mit allen Sinnen und nimmt sie als unersetzlich und verletzbar wahr. Das Kind besitzt ökologisches Verantwortungsbewusstsein und ist bemüht, seine Umwelt in Zusammenarbeit mit anderen zu schützen und zu erhalten.
Dieses Ziel erreichen wir durch:
- tägliches Spiel im Garten
- angelegte und betreute Beete
- regelmäßige Ausflüge in die Natur (Beobachtung)
- Experimente zu Umwelt- und Naturereignissen
- Basteln und Spielen mit Naturmaterial
- Erziehung zum Tierschutz
- Umweltschutz und Mülltrennung
> Gezielte Beobachtung und Dokumentation von Bildungs- und Entwicklungsprozessen
Beobachtung und Dokumentation gehören als fester Bestandteil zu unserer Arbeit. Beobachtung ist die Grundlage für die Feststellung des Entwicklungsstandes eines Kindes und für die Zusammenarbeit der einzelnen Erziehungs- und Bildungspartner.
Beobachtung und Dokumentation erfolgt durch:
- verschiedene Beobachtungsbögen, Entwicklungsbögen
- Gelegenheitsbeobachtungen während des Tagesablaufes
- Austausch von Beobachtungen mit Kolleginnen über das Verhalten und die Lernprozesse von Kindern (Fallbesprechungen)
- Dokumentation durch gesammelte Werke, Bilder der Kinder, VS-Arbeiten (Kunsttasche, VS-Mappe)
Kinder haben das Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen entsprechend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden. Beteiligung bedeutet „Partizipation“ im Sinne von Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung.
Unser Ziel ist es, Kinder an Entscheidungen die ihr Leben in der Einrichtung betreffen, zu beteiligen. Sie sollen befähigt werden, Verantwortung zu übernehmen, demokratische Grundstrukturen zu erfassen und soziale Kompetenzen (z. B. Konflikte fair auseinander zusetzen und zu lösen) zu erwerben. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der Stuhlkreis am Morgen ein wichtiges Element; ebenso die täglichen bzw. wöchentlichen Reflexionen mit den Kindern über das, was am Tag/ Woche passiert ist, was sie gemacht haben und was ihnen gefallen/ nicht gefallen hat. Die Kinder üben sich in demokratischen Verhaltensweisen, wenn darüber gesprochen wird, was es zur Kindergartenbrotzeit zu essen gibt. Die Kinder machen hierzu Vorschläge und stimmen anschließend darüber ab.
